Igel im Garten: Hilfe im Herbst und Winter

Mit diesen Tipps helfen Sie Igeln im Garten

Der Herbst hat nun seinen Höhepunkt erreicht! Das bedeutet, dass Igeln nur noch wenig Zeit bleibt, bis der erste Schnee zu uns ins Land zieht. Daher laufen die Vorbereitungen der kleinen stacheligen Tiere für die Wintermonate auf Hochtouren. Denn wie wir wissen, begeben sich die Igel meist den gesamten Winter lang in einen tiefen Winterschlaf. So kann es passieren, dass man dem ein oder anderen Igel im eigenen Garten bei der Futtersuche begegnet. Wie Sie den Tieren bei einem regelmäßigen Besuch in Ihrem Garten helfen können und es eventuell sogar schaffen, dass sie bei Ihnen ihren Winterschlaf halten, erfahren Sie in diesem Artikel.

 

1. Igelfreundlichen Garten anbieten 

Wie Sie Ihren Garten in ganz einfachen Schritten in einen vogelfreundlichen Garten verwandeln, haben wir Ihnen bereits verraten. Aber wussten Sie, dass es genauso einfach ist, Ihren Garten igelfreundlich zu gestalten? Hier gilt nämlich genau wie für die Gartenvögel die Devise: je natürlicher, desto besser. So empfiehlt es sich, sofern möglich, auf das Rasenmähen und das Entfernen von Laubhaufen zu verzichten. Die kleinen Stacheltiere nutzen nämlich hohe Gräser und Blätter liebend gern als Versteck vor Fressfeinden. Ein wichtiger Hinweis an alle Besitzer von Rasenmährobotern: Bitte lassen Sie den Roboter nur tagsüber fahren, sodass Igel keiner Lebensgefahr ausgesetzt sind. Sie sind nachtaktiv und tummeln sich daher in der Regel nur im Dunkeln in unseren Gärten. Nicht zuletzt sollte der Garten gut zugänglich für die Igel sein. Hierfür eignen sich Hecken und Lattenzäune um den Garten, damit sich die Tiere nicht an Drahtzäunen verheddern.

 

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2. Ein geeignetes Igelhaus anbieten

Wer genug Platz im Garten hat, um den Igeln ein kuscheliges Quartier für ihren Winterschlaf bereitzustellen, darf den kleinen stacheligen Tierchen gerne einen entsprechenden Rückzugsort anbieten. Das ist bereits in einfachen Schritten möglich: Ein Holz-, Stein- oder Laubhaufen eignet sich ideal dafür, dass sich die Igel bequem in Ihrem Garten einrichten können. Wer den Igeln ein Heim mit etwas mehr Klasse bieten möchte, trifft mit einem Igelhaus genau ins Schwarze. Achten Sie nur darauf, dass nicht jedes Igelhaus gleich zuverlässigen Schutz bietet! Unsere Igelresidenz Isidor  haben wir daher genauestens an die wichtigsten Aspekte des Igelschutzes und die Bedürfnisse der kleinen Tiere entwickelt: Dank der verwinkelten Raumaufteilung mit einem separaten Vorraum, Futterraum und Schlafraum wird unerwünschten Eindringlingen der Einbruch erschwert. Außerdem ist der Vorraum mit einer Schwingtür versehen, die das Eindringen von größeren Tieren erschwert.


IGELHAUS ENTDECKEN


 3. Stärkendes Igelfutter für den Winter

So wie einige unserer einheimischen Wildtiere halten auch Igel einen Winterschlaf. Für diesen müssen sie sich gut vorbereiten und ausreichend Fettreserven ansammeln, um unbeschadet durch die kalten Monate zu kommen. Deswegen suchen sie aktuell im Herbst verstärkt nach Nahrung, um ihren Körper mit allen notwendigen Nährstoffen und Vitaminen auszustatten. Dabei macht ihnen oft das knappe Nahrungsangebot zu schaffen, weshalb sie manchmal auf Abfälle und Speisereste zurückgreifen, die ihnen allerdings schaden können. Falls Sie einen Igel im Garten haben, ist es besonders hilfreich, spezielles Igelfutter anzubieten. Achten Sie bei der Wahl der richtigen Futtermischung auf einen ausgewogenen Mix aus gesunden Ölen und Fetten sowie auf Futterbestandteile wie Insekten, Trockenfleisch, Weich- und Krebstiere, um den Igeln bei der Vorbereitung für den Winterschlaf zu helfen.


IGELFUTTER ENTDECKEN


Ihre To-Do Liste für Igel im Garten

Zusammenfassend können Sie sich folgende Punkte bei der Hilfe für Igel im Herbst und Winter beherzigen: 

  1. Sammeln Sie das Herbstlaub entweder in Haufen zusammen oder lassen Sie es auf dem Rasen liegen.
  2. Den Rasen so wenig wie möglich mähen, damit die Igel die hohen Gräser als Schutzraum nutzen können.
  3. Rasenmähroboter am besten nur tagsüber und unter Beaufsichtigung einsetzen.
  4. Eine barrierefreie Umgebung für Igel schaffen, damit sie problemlos in ihre Nischen im Garten zurückkehren können.
  5. Ein geeignetes Igelhaus anbieten, das die Tiere zuverlässig schützt und artgerecht ist.
  6. Für stärkendes Futter sorgen und Wasser anbieten (Achtung: KEINE Milch verwenden).
  7. Gefahren im Garten für die Igel weitestgehend eindämmen, zum Beispiel Schutzvorrichtungen an Teichen und Kellerfenstern.
  8. Kein Schneckenkorn oder sonstige Schädlingsbekämpfungsmittel verwenden, um die natürliche Nahrung der Tiere nicht zu vergiften.
  9. Igel in Ruhe lassen und nicht stören, damit sie es sich bequem in Ihrem Garten machen können.

Fotos: Igel im Garten: Piotr Krzeslak – stock.adobe.com, Igel im Laubhaufen: irottlaender – stock.adobe.com, Igelresidenz Isidor: Thomas Geers

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